Bei schönem Wetter kann jeder

Der Jahresausflug des InTone-Chors fing richtig gut an. Was der Himmel mit uns vorhatte war noch nicht so genau klar aber egal, denn uns erwartete ein prall gefülltes Programm.

Nach der Ankunft in Trier blieb Zeit für eigene oder gemeinsame Vorhaben und ein Mittagessen. Unternehmungslustig trafen wir uns danach vor dem Porta Nigra um in zwei Gruppen (wir waren immerhin 54 Leute!) an einer Stadtführung teilzunehmen. Wir lernten viel über die Römer die das Stadtbild prägten und über die Besonderheiten der Bewohner. Interessant die älteste Bischofskirche Deutschlands, der Trierer Dom, der den Kampf um den höchsten Turm gewann, nachdem ihm noch eine Spitze draufgesetzt wurde. Bemerkenswert die sogenannte Basilika, der Thronsaal Kaiser Konstantins. Sie ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat und die erste protestantische Kirche im katholischen Trier. Launig erzählte unser Stadtführer von der „Liste der 27“. Das waren die 27 Männer die am meisten in betrunkenem Zustand aufgegriffen wurden weil sie dem nächtlichen Zehn-Uhr-Läuten nicht gefolgt waren, um nach Hause zu gehen.

Nun war es an der Zeit unsere Zimmer in einem wirklich Klasse Hotel zu beziehen um uns für die abendliche Weinprobe mit einem deftigen Winzeressen in einem Weingut fein zu machen. Es war schon erstaunlich was uns der Besitzer alles erzählte, eine tolle adlige Familiengeschichte mit vielen Anekdötchen witzig und charmant vorgetragen. Hier war auch die Gelegenheit als Dankeschön ein wenig von unserer Sangeskunst darzubieten. Mit einem Viertele singt es sich doch gleich viel leichter.

Der nächste Tag begann mit einem Super-Frühstück, das uns stärkte für die Tour nach Luxemburg. Eine Busrundfahrt schien uns genau das Richtige bei diesem Nieselwetter zu sein. Unglaublich und ein wenig einschüchternd war das Bankenviertel der Finanzmagnaten im Stadtteil Kirchberg. Unsere Stadtführerin erklärte uns genau die einzelnen Großbanken, die Grundstücks- und Mietpreise, bis uns schummrig vor den Augen wurde.

Über die Geschichte des Landes hinaus versuchte sie bei einem Rundgang durch die Altstadt uns Land, Gebäude und Leute näher zu bringen. Der wunderbare Ausblick von Bock ins Tal der Alzette mit dem Eingangstor zu den Casematen versöhnte uns mit der nasskalten Wirklichkeit. Zum Aufwärmen zog es uns schließlich in die verschiedenen Cafés.

Müde, gut gelaunt und glücklich, mit so vielen neuen Eindrücken im Gepäck, beschlossen wir auf der vorgezogenen Heimfahrt noch einem Abstecher in eine gemütliche Gaststätte zu machen.

Unser Dank gilt unserem geübten und sachkundigen Busfahrer Matthias, der für alle kleinen Problemchen eine Lösung hatte und natürlich unserer Sangeskollegin Margit Ditzinger für die toll ausgearbeitete und reibungslose Organisation. Villmols Merci!