Kaleidoskop der Chormusik

Der herrliche Asamsaal, die „gute Stube Ettlingens“ , war bis zum letzten Platz besetzt und viele Augenpaare schauten gespannt auf die Bühne. Albrecht Ditzinger moderierte und begrüßte zuerst die Gäste und Ehrengäste die mit unserem Chor zusammen einen musikalischen Abend genießen wollten.

2018 Konzert

Wie jedes Mal in unseren Konzerten begannen wir mit dem künstlerischen Nachwuchs. Diesmal spielten Schülerinnen und Schüler unserer Bruchhausener Musikschule „Forum Musicum“ zwei Klavierstücke, dargeboten von Paul Hacken und Marion Weber, ‚Variationen über das Glockenspiel aus der Zauberflöte’ und ‚Clair de Lune’. Dazwischen als Besonderheit die Uraufführung eines Musikstückes für zwei Querflöten. Die beiden Flötistinnen Mahli Haj und Marija Docenko spielten ‚Das kommt mir bekannt vor … oder so ähnlich’. Der Applaus des Publikums war herzlich und die jungen Künstler strahlten.

Die ersten Töne des Chores „InTone“ erklangen mit Klavierbegleitung durch Wilke Lahmann, mit dem swingenden Stück ‚Alexander’s Ragtime Band’. Eigentlich kein Rag, ein eher Dixieland ähnliches Stück, das bei seiner Veröffentlichung vor mehr als 100 Jahren ein „Chart Breaker“ war, wie man das heute ausdrücken würde. Echte Fans, die unseren Chor schon ein paar Jahre begleiten, werden sich noch erinnern: „Das Lied habt Ihr doch schon einmal bei einem Konzert gesungen“. Das ist richtig, es war vor etwa 10 Jahren. Der Grund ist ein sehr erfreulicher. Seit unserem letzten Konzert hat sich unser Chor deutlich vergrößert, weil die Mitglieder des Beatles Projektchores in großer Zahl bei uns eingestiegen sind. Das freut uns natürlich sehr, denn das ist nicht selbstverständlich. Und so haben wir nun einige Lieder aus unserem Repertoire zusammen neu erarbeitet. Nach diesem Einleitungslied stellte Moderator Albrecht Ditzinger unseren Chorleiter Harald Volz vor, der auch von Seiten des Chores mit kräftigen Applaus begrüßt wurde.

Nach dem traurigen Stück von Eric Clapton ‚Tears in heaven’ und dem anspruchsvollen ‚Conquest of Paradies’ widmete sich der Chor dem Thema Liebe. ‚When I fall in love’, und ‚True Colors’ gefühlvoll dargeboten und vom Publikum mit Applaus belohnt.

Nun trennten sich unsere Wege. Die Damen verließen die Bühne, dafür kamen noch ein paar Herren dazu. Das erste Lied stammte von Reinhard Mey mit dem Titel ‚Diplomatenjagd’. Da blieb vom erschossenen Dackel, dem durchlöcherten Hering und dem per Blattschuss erlegten Außenminister ja nun wirklich kein Auge trocken.

Das zweites Lied handelte von der Sehnsucht und vom Neid. Neid auf einen ‚Teddybär’, weil der bei der Angebeteten im Bett schlafen durfte. Ja und da möchte man selbst doch an Stelle dieses blöden Teddybärs gerne hin. Das Publikum war voller Anteilnahme.

Die Damen hatten sich inzwischen wieder gesammelt und Besserung gelobt. Wo geht das am besten? Natürlich, in einem Kloster. Die Bühne betraten lauter brave fromme Nonnen, die auf das Wort Ihres Klostervorstehers gebannt warteten und gehorsam ihre Hymne sangen. Wer den Film ‚Sister Act’ kennt, weiß wie es sich entwickelt. 'I will follow him'! Unter großem Klatschen und Gelächter gingen alle in die Pause. Der Harmonika-Club-Bruchhausen hatte sich erneut bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen. Dafür sagen wir euch vielen herzlichen Dank!

Im zweiten Teil des Konzertes war nun wieder der vollständige Chor auf der Bühne. In diesem Lied gingen die Frauen nicht gerade sanft mit den Männern um. Denn hier wurde der Herzallerliebste vor die Tür gesetzt, was sich als Rap darstellte. Er konnte einem schon leid tun. ‚Hit the road, Jack’ hieß der freundliche Hinweis, also „Mach dich vom Acker, lieber Hans“.

Beim nächsten Lied hatten sich dann wieder alle lieb. Jeder kriegte einen Lolli und es herrschte eitel Sonnenschein. ‚Lollipop’ war ein Lied zum Mitschnippsen oder Mitswingen. Mit dabei unsere heimliche Solistin: Die Frau mit dem Plopp.

Nun folgte ein Medley aus zwei Liedern, die beide amerikanischen Eisenbahnen gewidmet sind. Das erste Lied besingt den berühmten Chatanooga Choo Choo. Das zweite Lied hatte mit der Atchison Topeka and Santa Fe Railroad eine der einstmals größten amerikanischen Eisenbahngesellschaften als Thema. Danach bleiben wir noch beim Film, dem Historiendrama Exodus. Von dieser Filmmusik gibt es eine sehr schöne deutsche Version, ‚Mut zur Menschlichkeit’.

Der letzte Liedblock des Konzertes präsentierte drei Spirituals, also die sehr rhythmischen Kirchenlieder der farbigen Amerikaner. ‚Every time I feel the spirit’, gefolgt von „I’ve got peace like a river“ und zum Schluss das Lied der Lieder: „Oh happy day“ mit unserer Solistin Margit Petermann -Gänsehaut inbegriffen.

Natürlich hatten wir noch eine Zugabe in petto. ‚Halleluja’ und weils gar so schön war noch ein ‚Barbara Ann’ hinterher - ein Kaleidoskop der Chormusik eben!

Wie stand in den BNN? "Dirigent Harald Volz hat 'Truppe' fest im Griff". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wir danken unserem treuen Publikum für Ihr Interesse, ihre Aufmerksamkeit, Ihre Begeisterung und Ihren nicht enden wollenden Applaus. Bleiben Sie uns gewogen.