1973 bis 1996 Konrad Schwarz-Herion

 

Dem Verein gelang es mit Chorleiter Konrad Schwarz-Herion einen hervorragenden Dirigenten und Musiker zu verpflichten, der in den folgenden 23 Jahren, bis Ende 1996 erfolgreich für den Verein tätig war. Schwarz-Herion verstand es, die Leistungen des Laien – Männerchores Bruchhausen in besonderer Weise zu steigern. Unvergessen sind die damit verbundenen Konzerterfolge mit Chorwerken von Schubert, Silcher und weiterer bekannter Komponisten sowie besondere Auftritte bei Kirchenkonzerten.

 

 

 

schwarz herion

Als Ergänzung zu den bisherigen Veranstaltungen brachte der Gesangverein in 1978 mit der Durchführung eines Straßenfestes neue Akzente in das örtliche Vereinsgeschehen. 15 mal führte der Verein dieses Straßenfest im Ortszentrum als alleiniger Veranstalter durch und legte mit den finanziellen Erfolgen auch den Grundstein für den späteren Bau des eigenen Vereinsheims. Als Fortsetzung entwickelte sich daraus das Dorffest der Bruchhausener Vereine, das zunächst alle zwei Jahre im Wechsel mit dem ebenfalls neu eingeführten "Buchtzig – Seefest" abgehalten wurde. Zuvor war man auch beim Marktfest in Ettlingen aktiv dabei.

 

Mit der Gründung des Frauenchors 1985 schlug man ein neues Kapitel auf und trug damit den neuen Strömungen und Veränderungen zur Zukunftssicherung im Bereich der Gesangvereine Rechnung. Zunächst leitete der bewährte Dirigent Schwarz-Herion den Frauenchor, ehe 1988 mit Waltraud Steeb eine Chorleiterin gewonnen wurde. Die Sängerinnenzahl war inzwischen von 20 auf 30 Frauen angewachsen.

gve 1989 mit schwarz herion und steeb

GVE 1989 mit Frau Steeb und Herr Schwarz-Herion

 

Gemeinsame Konzerte prägten in der Folge die kulturelle Arbeit der beiden Chöre. Mit einem gelungenen Konzert "Europareise" zum 10 – jährigen Bestehen, konnte der Frauenchor 1995 unter der Leitung von Isolde Mader einen besonderen Höhepunkt feiern.

 

Der 1991 gegründete Kinder- und Jugendchor bereitete dem Verein viele Freude und viel Arbeit. Mit wechselnden Chorleitern und zum Teil stark schwankenden Teilnehmerzahlen konnte trotz schwieriger Voraussetzungen Beachtliches geleistet werden. Für die Unterstützung der Geschwister – Scholl - Schule war der Verein besonders dankbar. Singspiele und Theateraufführungen begeisterten die Zuschauer und Zuhörer vor allem bei den Weihnachtsfeiern des Vereins. Leider musste auch diese Initiative wegen zu geringer Beteiligung in 1996 wieder eingestellt werden.

 

Mit großem Dank und verdienter Anerkennung für eine besondere Leistung wurde Ende 1996 der langjährige Chorleiter Konrad Schwarz-Herion verabschiedet, wieder war eine "Chorleiter – Ära" zu Ende.

Fast 85 Jahre diente das Gasthaus "Zum Hirsch" als Vereinslokal. Wegen Schließung nach Verkauf musste man am 01.Juli 1987 mit der letzten Singstunde wehmütig Abschied nehmen. Neben den Chorproben hatte man hier viele gemütliche Stunden bei Kappenabenden, bei Sängerabenden oder bei sonstigen geselligen Anlässen verbracht.

Als Überganslösung fanden von nun an die Chorproben im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins statt. Schon vor der Schließung des langjährigen Vereins-lokals hatten sich die Verantwortlichen Gedanken über ein Vereinsdomizil gemacht. Viele Ideen und mögliche Lösungen bestimmten die Überlegungen, in die auch die Stadt Ettlingen aktiv mit eingebunden war. Auch die anderen kulturellen Vereine, Musikverein und Harmonika Club hatten Probleme mit Proberäumen und suchten möglichst dauerhafte Lösungen. Zwischen diesen drei Vereinen bildetet sich schließlich eine Art Notgemeinschaft mit der Zielsetzung, sich geeignete Proberäume zu schaffen.

Aus dieser gemeinsamen Initiative und in Zusammenarbeit und finanzieller Unterstützung der Stadt Ettlingen entstanden drei Vereinsdomizile, die 1991 mit Freude und Stolz eingeweiht werden konnten. Der Gemeinderat der Stadt Ettlingen hatte in einem mutigen, zukunftsweisenden Schritt beschlossen, die kulturellen Vereine in das Vereins-förderungsprogramm aufzunehmen, was bis dahin nur den Sport treibenden Vereinen vorbehalten war. Etwa ein Drittel Zuschuss der Stadt und zwei Drittel Vereinsleistungen waren die Basis für den Erfolg"Eigenes Vereinsheim".

Richtfest 1990 Vereinsheim GVE

 

Diese Räume gaben und geben dem Gesangsverein und seinen Nachbarn neue Perspektiven und eine besondere Zukunftsmotivation.